24 h Classic am Nürburgring von 30.05. bis 02.06.2024

von Rainer Oesterbeck

 

Das legendäre 500 Km Rennen, jetzt 24 h Classic, wollten wir in diesem Jahr mit zwei NSU`s fahren und zwar Stefan Schmelter auf dem gelben NSU und das Team Nikolas Dietz/Rainer Oesterbeck/Volker Angelberger auf dem weiß/blau/grünen NSU.

Nikolas Dietz war am Dienstag mit dem TT zum Motor einstellen. Leider drückte der Motor viel Öl heraus und war defekt. Kurz entschlossen baute dann Rainer bei seinem TT den Motor mit Ansaugtrackt und Auspuffanlage aus, und Nikolas fuhr nach Duisburg zum Umbau. Volker Angelberger konnte nicht am Rennen teilnehmen und sagte ab. Dienstagabend ging es dann endlich los zum Nürburgring.

Das Fahrerlager war in der Mercedes-Arena und rappelvoll. Ein komisches Gefühl, auf der sonstigen GP-Rennstrecke zwischen den Curbs und der Strecke zu campen.

Als Unterstützung und Schrauber waren Jens und zwei Bekannte von Nikolas dabei. Das 1. Qualifying am Donnerstag von 17:15 Uhr bis 19:15 Uhr. Mit dabei waren viele alte Bekannte Manta, Ascona 500, Ford Capri, BMWs, Mercedes, Morgan, Corvette usw.. Wir standen mit Werkzeug, Reifen usw. vor Box 24. Rainer fuhr den ersten Turn auf Regenreifen. Nach 2 Runden Nordschleife war die Strecke gut abgetrocknet und neben dem Fahrerwechsel und tanken wurde auf Intermediates-Reifen um geschraubt. Nikolas fuhr dann noch drei Runden Nordschleife mit überwiegend Code 60. Stefan hatte Probleme mit dem Gaszug und beendete das Training vorher.

Das 2. Qualifying begann am Freitag um 10:00 Uhr. Es war bedeckt, aber trocken, also waren für Rainer zuerst Slicks angesagt. Pünktlich zum Vorstart begann der Regen. Also nach nur einer kurzen Runde wieder Wechsel auf Regenreifen und Fahrerwechsel. In der Fuchsröhre lag schon der erste Renner und musste geborgen werden. Nikolas absolvierte dann drei Runden Nordschleife mit 2 mal Code 60. Beim Tanken wechselten die Schrauber auf Slicks und Rainer fuhr raus. Nach einer Runde kam bereits in Metzgesfeld Code 60 und am Schwedenkreuz rote Flagge und Abbruch. Das reichte für Platz 23 (für Stefan) und Platz 29 in der Startaufstellung. Als Schrauber-Verstärkung kamen noch Thomas und Ingo dazu.

Samstag ab 08:52 Uhr begann die Startaufstellung im Fahrerlager. Es war kalt und regnete. Wir brachten Reifen usw. wieder vor Box 24 und gingen auf die Rennstrecke zu den NSU`s bis dann um 08:45 Uhr die Helfer die Strecke verlassen mussten. Pünktlich um 08:52 Uhr dann die Einführungsrunde und um 09:10 Uhr Start der 24 h Classic. Es waren 210 Fahrzeuge aus der Youngtimer-Trophy und FHR, die  in drei Gruppen starteten. Diesmal nahmen wir die Boxentafel für unsere Prinzen mit. Aber es gab in der Tasche nur drei 1er, also Startnummer 11 und Startnummer (1)6. Nikolas fuhr den Start auf den neuen Regenreifen im Nieselregen. Unplanmäßig kam er nach 3 Runden Nordschleife dann in die Box. Der Scheibenwischer wurde schnell während des Fahrerwechsels repariert. Bei der Gelegenheit direkt auch der Tankstop. Rainer blieb dann 5 Runden auf der Strecke. Der NSU schnurrte an der Boxenmauer vorbei, die Zeiten wurden immer schneller. Der Hilman Imp von Nicolas Edel fiel leider mit TD aus. Um 11:16 Uhr erneut Fahrerwechsel und tanken. Rainer berichtete von nasser Strecke ab Wippermann. Nikolas fuhr dann ohne Schwierigkeiten und um 12.14 Uhr übers Ziel.  Der Lada von Michael Weißenborn hatte in der letzten Runde noch Pech und Umfall mit einem BMW. Auch Stefan fuhr mit nur einem Tankstop (70 l Tank) problemlos durch und erreichte den Klassensieg. Das Team Dietz/Oesterbeck landete in der Klasse auf Platz 2. Die Freude war groß. Eine tolle und gelungene Veranstaltung und ein Dank an unsere Helfer.

Kampf der Zwerge bei den Nürburgring Classics vom 23.05. bis 26.05.2024

von Rainer Oesterbeck

 

Ab Donnerstag 12:00 Uhr öffnete das Welcome-Center und auch das Fahrerlager am Nürburgring. Die Nürburgring Classics eine sehr beliebte Veranstaltung und im Fahrerlager nur so viel Platz "wie die Ölsardinen". Es waren 51 Fahrzeuge genannt, davon 13 NSU`s. Nachts begann der Regen und hörte nicht auf. Das 1. Training bereits um 08:30 Uhr, als erste Gruppe. Unglaublich viel Wasser auf der Rennstrecke. Eigentlich ist Regenrennen toll, aber das war entschieden zu viel Wasser. Benra`s verzichteten auf das 1. Training. Überall standen Pfützen und das verschaffte auch mir mehrere Dreher. Frank Lönnies fuhr ins Kiesbett und vor der Bitburg-Kurve landete auch ich im Grünen. Zum Glück blieben alle NSU`s ohne Blechschäden. Das 2. Training startete dann um 16:00 Uhr. Reifenpoker war angesagt, denn es gab eine Regenpause. Diesmal fuhren alle, also 51 Renner am Start. Die Rundenzeiten verbesserten sich deutlich. Nach 7 Runden beendete ich dann das Training. Am Samstag begann das erste Rennen um 11:35 Uhr. Ich stand in Reihe 12 hinter Frank Schmelter. Da waren spannende Zweikämpfe für die Zuschauer schon vorprogrammiert. Alle verbesserten nochmals die Rundenzeiten. Lars Göransson (aus Schweden) schied leider in Runde 8 wegen Spritmangel aus. Er hatte wohl die Einführungsrunde nicht mit kalkuliert. Am NSU von Klaus Frank flog der Verteiler raus und Frank Schmelter beendete ebenfalls vorzeitig in Runde 7, denn der Gaszug war verklemmt. Das Ergebnis war wie folgt: 1. Alex Schneider; 2. Friedrich Benra; 3. Aline Hug; 4. Michael Benra; 5. Martin Wahl; 6. Rainer (Gesamt Platz 16); 7. Mike Fiedler; 8. Jürgen Marmulla; 9. Frank Lönnies. Bis zum zweiten Rennen wurde alles repariert. Das Rennen um 16:55 Uhr war ebenfalls im trockenen. Mein Startplatz Reihe 8 neben Christof Wilde mit dem Simca und Ingo Leibrich. Auch jetzt bekamen die Zuschauer einiges zu sehen, das Fahrerlager war gut besucht. Klaus Frank hatte wieder Pech und schied in der 7. Runde aus, ebenso ein NSU der Brüder Benra. Nach den 10 spannenden Runden gab es folgendes Ergebnis: 1. Hug; 2. Alex Schneider; 3. Friedrich Benra; 4. Rainer (Gesamt Platz 14); 5. Jürgen Marmulla; 6. Frank Schmelter; 7. Mike Fiedler; 8. Lars G.; 9. Frank Lönnies, 10. Martin Wahl. Abends wurde gegrillt und gefeiert.  Das dritte Rennen war am Sonntag gegen 10:10 Uhr. Ich hatte den Prinz schon aufgeladen und war auf dem Heimweg.

Kampf der Zwerge beim 50 Jahre Preis der Stadt Stuttgart in Hockenheim

von Rainer Oesterbeck

 

Der herbeigesehnte Saisonstart war eine enge Geschichte. Der NSU war aufgeladen, alles gepackt und vorbereitet, aber die Lizenz vom DMSB noch nicht da. Freitag 11:15 Uhr die Info vom DMSB, dass der Lizenz Antrag eingegangen war, 11.18 Uhr kam die vorläufige Lizenz, und wir starteten nach Hockenheim.

Es regnete ohne Unterbrechung während der gesamten Fahrt (ohne Stau) und auch in Hockenheim war es nicht besser. Papier- und Techn. Abnahme schaffte ich auch noch vor der Fahrerbesprechung. Das Fahrerlager war schon gut gefüllt von der Tourenwagen GT; NATC, VFV GLPro und den Rennern der Youngtimer Trophy.  

 Samstag morgens war es trocken, aber kalt. Während des Trainings zweimal Code 60, die Reifen konnten gar nicht richtig warm werden. Nach dem Training wurde nicht nur getankt, sondern auch noch geschraubt. Bei Frank Schmelters NSU war der Auspuff locker, bei Nikolas Dietz und an meinem Prinz die Achsschraube am Hinterrad locker. Rechtzeitig zum 2. Training waren aber alle startklar. Eine Stunde vor dem Qualifying begann der Regen und fast alle rüsteten auf Regenreifen um. Nach 2 Runden war die Strecke jedoch abgetrocknet und nach und nach beendeten alle das Training. Es blieb genügend Zeit für kleine Reparaturen und grillen im Zelt. 

Am Sonntag nach dem freien Training vom NATC startete das 1. Rennen vom Kampf der Zwerge. Es war genauso kalt wie gestern, aber trocken. Also wieder umrüsten auf Sliks. Es waren 44 Fahrzeuge, davon 11 NSU`s dabei. In Reihe 12 stand ich neben Hubert Nagl mit dem Lancia A 112 Abarth. Es wurden zwei Einführungsrunden gefahren und schon der 2. Rennrunde sorgte Jörg Büchel mit dem schwarz/gelben Mini für Code 60. Er war "übermotiviert" und fuhr auf den Fiat auf. Im Laufe des Rennens gab es wegen Motorschaden an einem Simca und Ausfall des Fiats von Hansi März noch weitere zwei Code 60 Phasen. Trotzdem bekamen die Zuschauer packende Zweikämpfe geboten. Das Ergebnis war dann wie folgt: 1. Klaus Frank, 2. Martin Wahl, 3. Rudi Munten, 4. Michael Benra, 5. Friedrich Benra, 6. Stefan Schmelter, 7. Alina Hug, 8. Rainer O. (Gesamt Platz 12), 9. Nikolas Dietz, 10. Jürgen Marmulla, 11. Frank Lönnies. Gespannt verfolgten wir die Infos vom Berg-Cup in Schotten. In der Eifel lag jede Menge Schnee. Allmählich kam die Sonne durch und das 2. Rennen konnten wir auch mit Sliks fahren. Diesmal waren 39 Fahrzeuge (und alle NSU) in der Startaufstellung. Aus Reihe 6 neben Patrick Hug fuhr ich in die Einführungsrunde. In der 3. Runde gab es wieder Code 60 durch den Mini von Herbert Wein. Runde für Runde kämpfte ich mich nach vorne. Stefan Schmelter fiel wegen der defekten Kupplung aus, Christoph Schwarz wegen TD in der 8. Runde. Zwei Runden vor Ende brach an meinem NSU das Masseband vom Verteilerfinger und der NSU rollte aus. Somit war Platz 5 dann leider vorbei. Das Ergebnis des 2. Rennen war wie folgt: 1. Patrick Hug, 2. Frank Klaus, 3. Michael Benra, 4. Martin Wahl, 5. Jürgen Marmulla, 6. Nikolas Dietz, 7. Friedrich Benra, 8. Frank Lönnies, 9. Rainer O. (Gesamt 22.), 10. Schwarz/Munten. Pünktlich zum 3. Rennen setzte der Regen/Hagel ein.

Ich hatte bereits aufgeladen und trat den Heimweg durch die 4 Jahreszeiten an (Alzey Sonne, Regen im Hunsrück, danach Hagel und in der Eifel Schnee).                        

                                                                                                                                                                                                                          

46. Noordzeecup Zandvoort vom 20.10.2023 bis 22.10.2023

 

von Rainer Oesterbeck

 

Leider bekam ich kein frei und konnte erst Freitagabend in Zandvoort sein. Das 1. Training fiel daher für mich aus. Dieter Wilhelms nahm am Donnerstag schon meinen NSU mit und erledigte sogar schon die Papier- und Fahrzeugabnahme. Es regnete während der ganzen Fahrt, überall war Stau und das Navi leitete uns über bisher unbekannte Landstraßen um.

Am Samstagmorgen um 09:00 Uhr dann das 2. Training. Der Regen hatte uns nicht verlassen und alle rüsteten auf Regenreifen um. Die Strecke war ziemlich nass und rutschig. Beim 46. Noordzeecup Zandvoort waren außerdem die BMW Challenge, Classic Masters, NES 500 und BMW 318 ti Cup dabei. Beim Kampf der Zwerge waren 43 Fahrzeuge gemeldet, davon 11 NSU`s. Martin Wahl war leider nicht dabei, der Jägermeister TT war noch nicht fertig. Frank Lönnies fuhr ebenfalls nicht mit. Frank Schmelter-Sonneborn brach nach wenigen Runden die Gummisternkupplung. Bis zum Rennen war die Reparatur abgeschlossen. Das 1. Rennen war für 12:00 Uhr angesetzt. Wet-Race, also ließen die meisten Fahrer die Regenreifen drauf. Mein Startplatz Platz 10 neben dem Mini von Herbert Wein jun. und hinter Alina Hug. Die Strecke trocknete allmählich ab. Es gab trotzdem einige Dreher und Verbremser mit Ausflügen in den Kies oder ins Grüne. Klaus Frank fuhr beim Start nicht im Gried durch die Startbox und wurde mit Zeitstrafe in die Box geholt. Hubert Nagl mit dem Abarth TC schied leider mit Motorschaden aus. In den letzten Runden "suchten" viele die Pfützen, um die Reifen abzukühlen. Am Ende sah das Ergebnis so aus. 1. Thomas Koch, 2. Rudi Munten; 3. Alex Schneider; 4. Alina Hug; 5. Rainer (Gesamt Platz 8); 6. Klaus Frank; 7. Frank Schmelter; 8. Jürgen Marmulla; 9. Mike Fiedler; 10. Volker Angelberger. Abends war die Siegerehrung und ein gemütliches Zusammensein im Zelt mit Grillen und Life-Musik mit DJ Bobo. In Berg`s Bar gab es leckere Cocktails dazu. Es wurde entsprechend spät (oder früh) bis alle in die Wohnmobile verschwanden. 

Sonntag gegen 10:50 Uhr der Start des 2. Rennens. Mit Startplatz 8 stand ich wieder neben dem NSU vom Team Hug und hinter dem NSU von Alex Schneider. Es war bewölkt, aber alle schraubten auf Sliks um, denn die "Wetterfrösche" meldeten vorerst keinen Regen. Schon in der 1. Runde nach dem Start die rundenlange Gelbphase. Patrick Kühnel (Vorjahresmeister) mit dem pinken Mini war übermotiviert, kam nach Blechkontakt mit einem Mini in der Tarzanbucht in den Kies und überschlug sich. Bis der Mini geborgen war, dauerte die Gelbphase an. Nach dem Re-Start packende Zweikämpfe für die Zuschauer. Für das Foto-Shooting fuhr ich mit Nikolas Dietz nebeneinander durch die Ziellinie. Das Ergebnis sah dann so aus: 1. Thomas Koch, 2. Rudi Munten; 3. Alex Schneider; 4. Patrick Hug; 5. Klaus Frank; 6. Rainer (Gesamt Platz 11), 7. Nikolas Dietz; 8. Jürgen Marmulla; 9. Frank Schm.; 10. Mike Fiedler.              

44. ADAC/RGB Saisonfinale am Nürburgring vom 29.09. bis 01.10.2023

 

von Rainer Oesterbeck

 

In diesem Jahr war das Saisonfinale nicht der Jahresabschluss und die Anreise erst am Freitag. Diesmal ein klasse Fahrerlager auf dem Flugplatz mit ganz viel Platz für jeden Teilnehmer. Papier-, Fahrzeugabnahme und nach der Fahrerbesprechnung gemütlich zusammen grillen. Den gesamten Tag über Kaiserwetter am Nürburgring, ungewöhnlich für die Jahreszeit. Als der Regen abends einsetzte, verschwanden natürlich alle in die Wohnmobile. Am Samstag waren die Zwerge als erste Gruppe mit dem 1. Training dran. 48 Fahrzeuge, davon 12 NSU. Die Strecke trocknete allmählich ab, aber es war nur ca. 8 Grad. Einige unfreiwillige Dreher waren die Folge. Christoph Hürter mit dem Simca fuhr in der Bit-Kurve quer vor mir. Das 2. Qualifying startete gegen 12:00 Uhr. Nach wenigen Runden brach ich ab, weil sich die Warnblinkanlage nicht mehr ausschalten ließ. Zu gefährlich, denn alle dachten, ich hätte ein Problem und überholten rasant. Also einen neuen Schalter einbauen.                                               

Am Sonntag waren wir wieder die erste Startgruppe um 08:30 Uhr. Es war trocken, aber nicht wärmer wie 8 Grad, ideal für die luftgekühlten Motoren. In Reihe 12 stand ich neben Frank Kehlenbeck. Alle 48 Renner waren dabei. Es gab harte Zweikämpfe zwischen den Simcas von Christoph Hürter und Christoph Wilde. Der Gordini vom Team Röske und der NSU von Alex Schneider hatten Blechkontakt und es wurde nach dem Rennen die Achsschwinge gewechselt. Viel Öl und Kühlwasser waren auf der Strecke und etliche Dreher nach der Mercedes-Arena wurden den Zuschauern geboten. In der letzten Runde bauten die Reifen ab und Ausgang der Dunlop-Kehre machten Jürgen Marmula und ich unfreiwillig einen "Ausflug ins Grüne". Am Ende des Rennens sah es so aus: 1. Thomas Koch, 2. Rudi Munten, 3. Alex Schneider, 4. Team Benra, 5. Martin Wahl, 6. Nicolas Dietz, 7. Rainer, 8. Jürgen Marmulla, 9. Mike Fiedler, 10. Frank Schmelter, 11. Team Cassina, 12. Frank Lönnies. Den ganzen Tag über war herrliches Sommerwetter.

Pünktlich um 12:55 Uhr begann das 2. Rennen. Ich startete von Reihe 10 und war hinter dem Lada von Michael Weißenborn und neben Nicolas Dietz. Ein spannendes Rennen, beeindruckende Zweikämpfe, vor allem zwischen den Mini`s. Der Mini des Franzosen und der Gordini vom Team Röske verhakten sich in der Mühlenbach-Kehre und kamen zurück auf die Strecke. Martin Wahl kam mit dem NSU um die Kurve und hatte keine Chance. Er stieß mit den beiden Fahrzeugen zusammen. Rundenlang war gelb und Code 60. Nur kurz war wieder grün und ich nutzte den Moment, um Nicolas zu überholen. Dann kam schon die nächste Gelbphase bis zum Rennende. Alex brach nach der 4. Runde ab, denn die Spur stimmte nicht. Frank Schmelter-Sonneborn bemerkte Qualm und beendete ebenfalls früher. Das Ergebnis war folgendes: 1. Thomas Koch, 2. Rudi Munten, 3. Team Benra, 4. Rainer, 5. Nicolas Dietz, 6. Jürgen Marmulla, 7. Mike Fiedler, 8. Frank Lönnies, 9. Team Cassina.

Ein ereignisreiches Wochenende mit viel Arbeit für einige Teams.

 

ADAC 1000 km Rennen von 15.09. bis 16.09.2023 am Nürburgring

 

von Rainer Oesterbeck

 

Mein langjähriger Traum beim 1000 km Rennen mitzufahren, erfüllte sich. Donnerstagnachmittag ging die Fahrt nach Leverkusen, um den gelben NSU von Stefan Schmelter abzuholen und dann weiter zum Nürburgring zu fahren. Freitag um 11:00 Uhr öffnete erst das Welcome-Center am scharfen Kopf, wo die Durchfahrts- und Eintrittskarten abgeholt werden mussten. Frank Schmelter-Sonneborn mit Sohn Luca, Mike Fiedler und unser "Chefschrauber" Thomas Telker waren auch bereits da. Wir hatten die Box 14 gemeinsam mit dem Hilman-Imp und dem Team vom BMW 2002. Die Box wurde eingeräumt, das Zelt an den Wohnmobilen aufgebaut, Papier- und Fahrzeugabnahme erledigt. Mit Mike Fiedler besuchte ich nachmittags dem Fahrerlehrgang für die Nordschleifen Permit. Vorschrift, obwohl ich ja schon sieben 24 Stunden-Rennen und etliche 500 km Rennen auf der Nordschleife gefahren war. Genannt waren 100 Fahrzeuge überwiegend BMW und Porsche, aber auch Opel Kadett, Manta, Golf und Renault. Samstag 8:00 Uhr war das Training angesetzt. Für jeden Fahrer zwei Runden Nordschleife und Kurzanbindung über die Grand Prix Strecke. Alles klappte prima. Nach dem Training dann Wechsel der Bremsbeläge. Ab 11.30 Uhr dann die Startaufstellung direkt auf der Strecke bei Start und Ziel. Menschenmassen auf der Rennstrecke, Flair wie beim 24 Stunden-Rennen, dachte ich noch. Den Start sollte ich fahren und fuhr los zur Startaufstellung. Sofort fuhr ich zurück in die Box, ein schepperndes Geräusch hinten rechts. Zum Glück waren morgens noch Jens und Andreas als Schrauber-Verstärkung dazu gekommen. Es wurden die Antriebswelle und die Gummisternkupplung gewechselt. Inzwischen erfolgte der Start der 2. Gruppe, und ich startete aus der Boxengasse. Nach wenigen Minuten wieder zurück in die Box, das Geräusch war noch stärker geworden. Radlager und Getriebe wurden gewechselt und Frank fuhr raus. Auch er kam kurz darauf zurück. Jetzt kontrollierten die fleißigen Schrauber die linke Seite. Antriebswelle und Radlager mussten auch hier ausgetauscht werden. Frank fuhr wieder raus und diesmal war alles o.k. und es ging los. Nach einer Stunde Fahrerwechsel, Mike Fiedler war dran und es wurde getankt. Der stärkste Gegner, der Ford Escort vom Team Bellersheim, beendete das Rennen mit Motorschaden. Der Hilman-Imp von Nicolas Edel/Michel Hölz stand ebenfalls in der Box und bekam einen anderen Motor. Nach einer weiteren Stunde wieder Fahrerwechsel und tanken. Ich fuhr weiter und der Prinz schnurrte Runde für Runde an der Boxenmauer vorbei. Alles verlief reibungslos und Frank fuhr dann die letzten Runden. Leider fiel der Hilman-Imp mit techn. Defekt aus und blieb am Brünnchen stehen. Alle drückten die Daumen, denn ins Ziel kommen, bedeutete für den NSU den Klassensieg. Zwei Minuten vor Ende der Zeit kam das führende Fahrzeug, der Porsche RSR vom Team Griesemann, vor dem BMW 635 CSI von Schumann/Manthey, über Start und Ziel, also noch eine weitere Runde für Frank. Alle dachten das gleiche, "hoffentlich reicht das Benzin". Als die Zielflagge gezeigt wurde und der gelbe Prinz durch´s Ziel raste, jubelten wir. Das war der Klassensieg in der Klasse 7 und im Gesamtergebnis den Platz 54 (mit dem schwächsten Fahrzeug). Bei der Siegerehrung um 21:00 Uhr erhielt jeder Fahrer des Teams den ersehnten und erkämpften Pokal und es wurde gegrillt. Ein tolles und erfolgreiches Wochenende.

 

Tabac Classic GP Assen vom 08.09. bis 10.09.2023

 

von Rainer Oesterbeck

 

Die Anreise nach Assen war bereits am Donnerstagabend, 47 Starten, davon 11 NSU`s hatten genannt. Leider konnte Martin Wahl wegen eines Termins doch nicht kommen. Dieses Mal war im Fahrerlager viel Platz für die einzelnen Rennteams. Am Freitag, direkt nach der Fahrerbesprechung, als zweite Rennserie, war das 1. Training angesetzt. Es war schon sehr warm. Eine schöne Strecke (4555 m) und prima für unsere Fahrzeuge. Kleine Startschwierigkeiten wurden mit dem Hämmerchen auf den Anlasser behoben. In der schnellen Linkskurve vor Start und Ziel hatte der Fiat 600 von der Reco NK GTTC viel Öl verloren und das ausgerechnet am Bremspunkt. Der rote NSU von Enzo Cassina "probierte" unfreiwillig einige Dreher. Nach dem Training baute ich dann mit Hilfe von Nicolas Dietz einen anderen Anlasser ein.

Das zweite Training begann um 15:30 Uhr zur heißesten Zeit des Tages. Nach 15 Minuten Abbruch, weil ein Mini ausgefallen war und sehr ungünstig stand. Dann Re-Start aus der Boxengasse, als der Mini aus der Gefahrenzone geschleppt war. Mehrere Runden lang fuhr ich im "Dreierzug" mit Nicolas Dietz und Frank Schmelter-Sonneborn. Frank Fiedler mit der Alpine fiel in der letzten Runde mit Getriebeschaden aus. Am Samstag startete das 1. Rennen erst um 15:14 Uhr. Also hatten wir den ganzen Tag zur Verfügung und konnten die Renner in Ruhe kontrollieren. Außerdem hatte man auch Zeit, die anderen Rennen anzusehen. Die alten Formelfahrzeuge, Oldtimer und Motorräder waren schon echte Highlights und Hingucker. Das Fahrerlager war entsprechend voll, zumal nach 18:00 Uhr ja der Rekordversuch Formel 1 mit Klaus Zwart stattfand.

Pünktlich um 15:14 Uhr ging`s mit fliegendem Start aus der Einführungsrunde los. Frank, Nicolas und ich hintereinander in Reihe 12 bis 14, und wir fuhren auch einige Runden so weiter. In der Kurve vor Start und Ziel war viel Öl. Die führenden Minis überrundeten uns in der vorletzten Runde im Sandwich, nämlich rechts und links. Thomas Koch fiel mit Techn. Defekt (Verteilerfinger gebrochen) und Rudi Munten (Getriebeschaden) aus. Und so sah das Ergebnis aus: 1. Alex Schneider, 2. Rainer O., 3. Jürgen Marmulla, 4. Nicolas Dietz, 5. Frank Schmelter-S., 6. Frank Lönnies, 7. Cassina. Ein tolles Rennen. Natürlich wurden die "Prinzen" bis zum Grillen mit vereinten Kräften repariert.                                               

Unser 2. Rennen war gleichzeitig auch das 2. Rennen am Sonntag und sollte um 09:32 beginnen. Die Temperatur war angenehm. Thomas und Rudi starteten von ganz hinten. Durch Bergungsarbeiten verzögerte sich jedoch der Start auf 10:10 Uhr. So saßen fast alle eine Stunde im Renner. Frank, Nicolas und ich standen in der Startaufstellung in Reihe 6 bis 8. Nach 10 Minuten Rennen war eine Safety-Car Phase. Rudi Munten wollte in der Kurve "Strubben" mich rechts überholen. Das Heck des NSU brach aus und er landete im Kies. Rundenlang fuhren Jürgen, Nicolas und Frank mit mir in Formation hintereinander. Thomas Koch pflügte durch das Starterfeld und erkämpfte sich tatsächlich die Führung. Ein spannendes Rennen mit viel Aktion für die Zuschauer. 1. Thomas, 2. Alex, 3. Rainer, 4. Jürgen, 5. Nicolas, 6. Frank Sch., 7. Uno, 8. Frank L. Da die Temperaturen um diese Uhrzeit angenehmer waren, verbesserten sich auch die Zeiten nochmals.

 

Kampf der Zwerge beim Historic Grand Prix in Zolder vom 22.07.23 bis 23.07.23

 

von Rainer Oesterbeck

 

Für die meisten Teams war die Anreise bereits am Freitag und man konnte in Ruhe und ganz ohne Stress die Papier- und techn. Abnahme erledigen, denn es fanden ja nur Testfahrten statt. Am Samstag direkt nach der Fahrerbesprechung begann um 09:05 Uhr das 1. Qualifying. Es war trocken und kühl, ideal zum Testen von neuen Motoren usw. Fast gegen Ende bemerkte ich in der zweiten schnellen Kurve nach Start und Ziel (vor der Kanalbucht) eine Veränderung am NSU und lenkte gerade noch rechtzeitig den Renner ins Kiesbett, bevor das Hinterrad an mir vorbeischoss. Der Achsstummel war gebrochen. Zum Glück ohne Überschlag, dachte ich nur. Am Ende des Trainings ging es also auf dem Abschleppwagen zurück ins Fahrerlager. Die Alpine war ebenfalls ausgefallen und Jeffreys NSU nach einem Dreher in der Schikane vor Start und Ziel auch.

 

Auf das 2. Qualifying hatte ich verzichtet, damit andere Renner aus der Serie fahren konnten. Es bleib also genügend Zeit mit Hilfe von Hubert Schroer und Jürgen Marmulla einen neuen Achsstummel einzubauen und die Reifen zu wechseln. Samstagnachmittag zur besten Zuschauerzeit um 15:05 Uhr (was will man mehr) startete das 1. Rennen mit 31 Fahrzeugen, davon 16 NSU`s. In der Startaufstellung in der Reihe 10 war ich neben Jürgen Marmulla. Der Abriss des Achsstummels saß mir noch in den Knochen und Runde für Runde im Kampf mit Jürgen Marmulla, der Alpine und dem NSU von Lars Göransson kam das Vertrauen zu meinem Prinz wieder. Christoph Wilde mit dem schnellen grünen Simca und Thomas Koch mit dem NSU rangen um Platz 2, bis Christoph wegen eines Techn. Defekts abbrechen mußte. Karl Schroer beendete vorzeitig (Motorschaden?) und der NSU von Cassina fuhr nur bis zur 3. Runde mit. Das Endergebnis lautete: 1. Thomas Koch, 2. Rudi Munten, 3. Alex Schneider, 4. Klaus Frank, 5. Marin Wahl, 6. Michael Benra, 7. Frank Schmelter, 8. Alina Hug, 9. Rainer, 10. Lars Göransson, 11. Mike Fiedler, 12. Christoph Schwarz, 13. Jürgen Marmulla, 14. Jeffrey Theisen. Abends begann es zu regnen und auch am Sonntagvormittag ging`s durchgehend so weiter. Zum Glück hatte der Wettergott ein Einsehen und wir mussten nicht auf Regenreifen umrüsten, denn beim Beginn des Rennens gegen 15.10 Uhr war es trocken. In der Startaufstellung waren 30 Fahrzeuge, davon 15 NSU. In Reihe 9 stand ich hinter Stefan Schmelter und neben Patrick Hug. Die Zuschauer bekamen spannende Zweikämpfe zu sehen, und ich kämpfte wieder mit Jürgen Marmulla und dem Schweden Lars Göransson. Christoph Wilde mit dem Simca startete als letzter und eine wilde Aufholjagd begann. Tatsächlich schaffte er es noch bis Platz 2. In den letzten Runden funktionierte die Bremse vom NSU leider kaum noch und ich mußte Jürgen dann doch noch orbeilassen. Thomas Koch, Friedrich Benra und Christoph Schwarz fielen wegen Techn. Defekts aus. Also sah es am Ende so aus: 1. Rudi Munten, 2. Alex Schneider, 3. Patrick Hug, 4. Klaus Frank, 5. Martin Wahl, 6. Stefan Schmelter, 7. Lars G., 8. Jürgen Marmulla, 9. Rainer, 10. Mike Fiedler, 11. Jeffrey Theisen, 12. Cassina. Das letzte Rennen mit den Mini`s und dem Abarths warteten wir nicht ab, sondern machten uns auf den Heimweg.

 

Kampf der Zwerge am Nürburgring vom 26.05. bis 28.05.2023

 

von Rainer Oesterbeck

 

Am Donnerstagvormittag machten wir uns auf den Weg zum Nürburgring. Das Welcome Center "Scharfer Kopf" öffnete erst um 11:00 Uhr. Im Fahrerlager waren bereits nicolas Dietz und Wolfgang Schneider beim Aufbau. Nach und nach füllte sich das Fahrerlager, es wurde, wie jedes Jahr, mächtig eng. Ab 17:00 Uhr konnte man zur Dokumentenabnahme und zur techn. Abnahme. Es waren einige neue Fahrer aus Frankreich, Niederlande und Italien dabei. Bei den NSU-Fahrern waren Lars Göransson aus Schweden und Enzo Cassina aus Italien neu dabei. Es hatten 15 NSU`s genannt, eine stolze Zahl.

 

Das 1. Qualifying startete erst Freitagnachmittag. Die Sonne meinte es viel zu gut mit uns. Schon heute waren viel Zuschauer unterwegs, die dann schon im Qualifying einiges zu sehenb bekamen. 59 Renner, davon 15 NSU, ein tolles Bild. Frank Lönnies hatte Probleme mit der Schaltung, Frank Schmelter-Sonneborn fiel aus, Christoph Schwarz beendete ebenfalls. Mein Aha-Erlebnis war ein durchgefallenes Bremspedal, zum Glück ohne Einschlag. Ein O-Ring an der Bremsverbreiterung war gerissen und Bremsflüssigkeit ausgelaufen. Also wurde danach geschraubt und bis zum Grillen war alles wieder repariert.

 

Samstag um 08:30 Uhr begann das 2. Qualifying. Es war noch kalt, aber sehr gut für die luftgekühlten NSU-Motoren. Alle Fahrzeuge waren wieder dabei und das Publikum bekam die ersten Zweikämpfe zu sen. Nicolas brach das Training nach der 2. Runde ab und stellte leider einen Motorenschaden fest. Patrick Hug hatte ebenfalls Motorenprobleme und wechselte den Motor, Christoph Schwarz hatte Probleme mit dem Vergaser. Bis zum Rennen war jedoch noch genügend Zeit für die meisten Reparaturen. Vorsichtshalber kontrollierte ich noch die Bremsbeläge, alles o.k. Ein Wechsel war noch nicht notwendig. In der Startaufstellung Reihe 11 neben dem Alfa Romeo und hinter Martin Wahl (NSU TT). Der Start verlief gut. Durch Fred Abelings "Ausflug ins Kiesbett" gab es nach einigen Runden eine Safety-Car Phase, und das leider bis zur letzten Runde. Am NSU von Lars G. brach die Gummisternkupplung, Klaus Frank beendete wegen Plattfuß und die Alpine fiel ebenfalls aus. Das 1. Rennen endete so: 1. Rudi Munten, 2. Thomas Koch, 3. Alex Schneider, 4. Patrick Hug, 5. Martin Wahl, 6. Rainer O. (Gesamt Platz 18), 7. Frank Schmelter-Sonneborn, 8. Jürgen Marmula, 9. Mike Fiedler, 10. Frank Lönnies, 11. A. u. E. Cassina, 12. Christoph Schwarz. Im Fahrerlager war sehr viel los, Live-Musik auf der Bühne, Feuerwerk und zum Abschluss Siegerehrung HTGT. Martin Wahl und Frank Schmelter-Sonneborn fuhren im NSU den Klassensieg ein, ein toller Tagesabschluss.

 

Am Sonntag war es mächtig heiß, das 2. Rennen erst um 15:15 Uhr angesetzt und dann verschoben auf 15.50 Uhr. Mein Startplatz in der Reihe 9 direkt neben Hubert Nagl (Abarth TC) und Michael Weißenborn (Lada). In der 4. Runde scherte der blaue Mini mit dem roten Dach nach der Mercedes-Arena links aus und schrammte an den Leitplanken entlang. Daraufhin wurde das Rennen abgebrochen, denn Willem van der Veen hatte einen Herzinfarkt bekommen und verstarb. Alle waren geschockt, es war seine erste Veranstaltung beim Kampf der Zwerge. Alle weiteren Rennen wurden ebenfalls abgesagt und bedrückt fuhren alle wieder nach Hause.

 

Ein schrecklicher Abschluss einer so schönen Veranstaltung

 

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